Don Camillo und Peppone

Don Camillo und Peppone

Komödie von Gerold Theobalt
nach dem Roman »Mondo-Piccolo: Don Camillo« von Giovannino Guareschi

Über das Stück

Don Camillo und Peppone ist eine Komödie nach dem gleichnamigen Roman von Giovannino Guareschi. Das Buch des italienischen Journalisten und Schriftstellers beinhaltet mehrere amüsante Kurzgeschichten über die Hauptcharaktere Don Camillo und Peppone und wurde erstmals im Jahre 1948 im Rizolli-Verlag veröffentlicht.

Giovannino Guareschi

Giovannino Guareschi wurde 1908 in Fontanelle di Roccabianca, Italien geboren. Schon in seinem 18. Lebensjahr schrieb er für Lokalzeitungen. Im Jahre 1929 wurde er Redakteur der satirischen Corriere Emiliano in Parma. Sieben Jahre später wurde er Chefredakteur des Bertoldo, einer humoristischen Wochenzeitung in Mailand. 1943 wurde er eingezogen und verbrachte zwei Jahre in Kriegsgefangenschaft. Nach Kriegsende gründete Guareschi in Mailand die satirische Wochenzeitung Candido, in welcher seine Figuren Don Camillo und Peppone das erste Mal erschienen. Die Kurzgeschichten über die beiden bildeten seinen größten Erfolg. Es folgten mehrere Neuauflagen und im Jahre 1952 eine Kinofassung. 1968 starb Guareschi an einem Herzinfakt.

Don Camillo und Peppone wird heute noch oft aufgeführt. Die vom Theater der Stadt Lahnstein bei den Burgspielen gezeigte Fassung stammt von Gerold Theobalt (Verlag »AHN & SIMROCK Bühnen- und Musikverlag GmbH«). Sie wurde im Jahr 1996 uraufgeführt.

Gerold Theobalt

Gerold Theobalt, 1957 in Gelsenkirchen geboren, studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Pädagogik in Köln und Berlin. Seit 1982 ist er Schauspieldramaturg und Hausautor am Schloßtheater Moers und seit 1988 in gleicher Funktion an den Wuppertaler Bühnen. In den Jahren 1993 und 1994 war er Stellvertretender Schauspieldirektor und Leitender Dramaturg an den Wuppertaler Bühnen. Er schrieb Schauspiele, Kinderstücke, Romanbearbeitungen und Libretti sowie Stückübersetzungen aus dem Englischen.

Inhalt

Genosse Bottazzi, genannt Peppone, der kommunistische Bürgermeister eines kleinen Marktfleckens in der Poebene, und sein Gegenspieler Don Camillo, ein wehrhafter Dorfpriester, der sich in weltlichen Geschäften besser auskennt als mancher Parlamentarier, sind die Hauptakteure der meist umwerfend komischen Geschichten aus Don Camillo und Peppone. Parteipolitik auf Gemeindeebene – das ist genau der richtige Boden für groteske Auswüchse und tragikomische Verwicklungen, besonders in einem Land wie Italien, wo die Freude an Klamauk und Theaterdonner zur guten Tradition gehört. Beim Streik der Landarbeiter verlangt Peppone, dass selbst die Uhr am Kirchturm still stehen muss. Doch im Privatleben erweist sich Peppone als braver Bürger und Familienvater, der seinen Sohn zur Taufe bringt und von Zeit zu Zeit, wenn er es politisch besonders arg getrieben, sein christliches Gewissen durch die Beichte entlastet. Verständlich, dass Don Camillo seinem politischen Gegner doch zuweilen persönliche Achtung und Sympathie entgegenbringen muss; ganz zu schweigen von solchen Fällen, in denen geistliche und weltliche Macht – letztere vertreten durch Bürgermeister Peppone – auf praktische Zusammenarbeit angewiesen sind. Bei allen Geniestreichen, die sich die Anhänger beider Parteien gegenseitig liefern, siegt zu guter Letzt doch zumeist die Vernunft, die menschliche Einsicht, der akzeptable Kompromiss. Jedenfalls kann man das hoffen.




Don Camillo und Peppone