Nach den großen Erfolgen mit »Der Name der Rose« (2018) und »Der Glöckner von Notre Dame« (2019) warten die 70. Lahnsteiner Burgspiele im Sommer 2021 mit einer besonderen Abenteuer- und Liebesgeschichte auf: »Der Graf von Monte Christo« von Alexandre Dumas in einer Inszenierung von Friedhelm Hahn.

Alexandre Dumas' Meisterwerk Der Graf von Monte Christo von 1845/46 entsteht nur zwei Jahre nach dem großen Abenteuerroman Die drei Musketiere und gilt als Klassiker der Weltliteratur. Neben zahlreichen Verfilmungen gibt es verschiedenste Theater- und Musicalversionen, die auch heute noch große Erfolge verzeichnen. Die Fassung des Intendanten Friedhelm Hahn, der auch in diesem Jahr Regie führt, zeigt eine Geschichte rund um Liebe, Rache und Verrat – und die Frage nach Gerechtigkeit.

Der Graf von Monte Christo

Der Graf von Monte Christo

Frei nach dem Welterfolg von Alexandre Dumas
Textfassung und Inszenierung: Friedhelm Hahn

Inhalt:

Am Tag seiner Verlobung mit der schönen Mercédès wird der gerade zum Kapitän beförderte Edmond Dantès zu Unrecht beschuldigt ein napoleonischer Verschwörer zu sein und verhaftet. Viele Jahre sehnt er sich im berüchtigten Kerker des Château d'If nach Gerechtigkeit, ehe ihm die Flucht gelingt. Mit Hilfe eines Schatzes, dessen Versteck ihm ein Mithäftling verraten hat, kehrt Dantès als geheimnisvoller und sehr reicher Graf von Monte Christo nach Paris zurück. Sein Rachefeldzug an seinen einstigen Widersachern, die dank ihrer Skrupellosigkeit im nachnapoleonischen Frankreich bis in die allerhöchsten Positionen aufgestiegen sind, beginnt. Die Geschichte des Grafen von Monte Christo handelt von den großen Themen Liebe, Rache und Verrat und zählt neben Die drei Musketiere und Der Mann mit der eisernen Maske zu den bekanntesten Werken des Autors Alexandre Dumas, der auch heute noch als einer der wichtigsten französischen Schriftsteller gilt.

Über Alexandre Dumas:

Alexandre Dumas der Ältere (1802-1870), feiert seinen ersten Erfolg als Theaterautor mit dem Stück Heinrich III. und sein Hof. Berühmt wird er jedoch durch seine Abenteuerromane, die er meist als Fortsetzungsgeschichte in französischen Zeitungen veröffentlicht. Oftmals spielen sie in einem Kontext historischer Ereignisse und sind von seinem demokratischen Sinn für Gerechtigkeit und Freiheit geprägt. Auch die militärische Laufbahn seines Vaters als General, der bei Napoleon in Ungnade fiel und als Sohn einer Sklavin mit Rassismus zu kämpfen hatte, hat großen Einfluss auf Dumas Werke und inspiriert ihn beispielsweise zu der Kerkergefangenschaft Dantès. Dumas verkehrt in den Kreisen von Victor Hugo und verfolgt verschiedenste politische und kostspielige private Aktivitäten. Trotz seiner Bekanntheit ist auch er rassistischen Anfeindungen ausgesetzt und kann die Kosten seines extravaganten Lebensstils nie vollständig begleichen.